„Solarblumen“ faszinierten: Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl (SPD) zu Besuch in der Gemeinde Krummennaab

Veröffentlicht am 23.09.2018 in Ortsverein

Groß war die Freude von Bürgermeister Uli Roth vor wenigen Tagen: Selten können sich Rathauschefs in der Region über den Besuch von Mitgliedern der Bundesregierung freuen. Auf ihrer Informationstour durch die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab machte  die Parlamentarische Staatssekretärin MdB Rita Hagl-Kehl (SPD) aus dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auch Station in Krummennaab. Eingefädelt hatte die Visite SPD-Landtagskandidatin Jutta Deiml, begleitet wurde die Delegation außerdem von MdL Annette Karl sowie SPD-Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf. 

Roth stellte der Politikerin aus Berlin, die ihre Heimat im Bayerischen Wald hat, die Kommune vor. Ausführlich widmete sich der Bürgermeister dem Strukturwandel nach dem Ende der Porzellanindustrie, der die Gemeinde erfasst habe. Wo früher eine Fabrik mit über 800 Arbeitsplätzen gestanden sei, entstehe nun ein Bürgerpark.  „Meine Hoffnung wäre – so schwierig es auch ist – dass wir auch kleines Gewerbe beziehungsweise Handwerk hier ansiedeln können“, sagte Roth. Was sich auf der Fläche schon getan habe, demonstrierte der Bürgermeister bei einem kurzen Rundgang über das Gelände.

Besonders angetan zeigten sich die Staatssekretärin und die weiteren Besucher von den beiden „Solarblumen“ auf dem Gelände: Diese Photovoltaik-Anlagen richten ihre Rotorblätter computergesteuert immer nach dem Sonnenstand aus. Die so gewonnene Energie werde eigengenutzt beziehungsweise eingespeist. Diese „Blumen“ stehen inmitten von echten Sonnenblumen in einem Bauerngarten, dessen Zaun von Grundschul- und Kindergartenkindern durch kunstvoll bemalte Bretter verschönert wird. Auch die Liegen in den Farben der Gemeinde, so Roth, seien nicht nur Hingucker, sondern würden auch intensiv genutzt.

Ein weiteres Thema im Rathaus war die Energieerzeugung. Der Bürgermeister erläuterte, dass es in der Kommune vier Wasserkraftanlagen, drei Biogasanlagen und viele PV-Freiflächenanlagen gebe. „Der Strombedarf Krummennaabs wird zu 400 Prozent durch regenerative Energien gedeckt“, so der Rathauschef. Die sprichwörtlichen „offenen Türen“ rannte Roth mit seiner Kritik an den „Stabilisierungshilfen“ ein, mit der auch die Staatsekretärin aus ihrer kommunalpolitischen Aktivität als Kreisrätin vertraut ist. „Das Verteilungssystem ist nicht transparent, sondern alles erfolgt nach Gutsherrenart“, sagte Roth – eine Einschätzung, die Hagl-Kehl voll unterstrich. Auch MdL Annette Karl sprach von einem „Herrschaftsinstrument“, das sich die Bayerische Staatsregierung zugelegt habe. Mit einer effektiven Hilfe für Kommunen habe dies nichts zu tun. Zum Abschluss des Besuchs trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Kommune ein.      

Staatssekretärin Ritag Hagl-Kehl trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde Krummennaab ein

 

 
 
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